Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Pendeln, Wirtschaften und Bewahren

Dezember 31, 2015

Wieder geht ein Jahr zu Ende und es hat sich viel getan, irgendwie ist aber dann doch vieles gleich geblieben, besonders was meine Projekte angeht. Privat gab es wieder familiäre Veränderungen und einen Umzug, der auch meine Arbeitsweise stark verändert hat. Denn nun muss ich pendeln. Und das nicht täglich, sondern ich fahre wöchentlich für 2-4 Tage nach München, die restlichen Tage bin ich bei der Familie, von dort aus kann ich aber auch einen Teil meiner Projekte pflegen. Ich konnte nicht einschätzen, wie es mit dem Pendeln laufen würde und vorallem auch mit der finanziellen Belastung. Es klappt aber bisher besser als gedacht, nur der Abschied von der Familie ist jede Woche aufs Neue schwer. Dennoch liegt es mir sehr als Zwilling diese Abwechslung im Alltag zu haben, mal ein paar Tage in Ruhe durcharbeiten zu können und verschiedene Leben leben zu können. Ich hoffe nur, dass es weiterhin so gut klappt, wobei Dauerhaft noch Veränderungen dazu kommen werden müssen. So brauche ich für meinen Handschriften-Handel sowie das Handschriften-Archiv auf Dauer eine größere Lagerfläche. In München habe ich zwar mehr Platz, die besseren Archivgüter dort zu lagern ist mir aber zu riskant, zumal die Preise in München auch deutlich höher sind. Deshalb habe ich schon große Teile umgelagert. Ein besonderes Auge habe ich außerdem noch auf die wirtschaftlichen und politischen Welt-Entwicklungen, denn auch in dieser Hinsicht kann sich sehr schnell sehr viel tun, was dann auch direkte Auswirkungen auf meine Projekte und meine Mittel haben wird. Von daher hoffe ich auf ein friedliches und stabiles Jahr 2016.

Mein Handschriftenarchiv wird im Moment leider stark vernachlässig. Das wird wahrscheinlich etwas besser werden, aber die Priorität liegt weiterhin auf meinen anderen Projekten, die Geld einbringen. Dennoch schaffe ich es, immer wieder spannende Zeitdokumente zu beschaffen und auch ab und zu immer mal welche auszuwerten, abzutippen und zu katalogisieren. Dazu gehören z.B. Nachlässe zu den Künstlern Fritz Köhler (Maler), Carl Busse (Schriftsteller), weitere deutsche Briefe aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg, ein Teilnachlass von Ernst von Redern, eine Handschrift mit einem Zeitzeugenbericht zur Belagerung Danzigs im Jahr 1813, zahlreiche Dokumente von Friedrich Pflughaupt, meist in Bezug auf die Filmfirma von Carl Froehlich, ein Teilnachlass von Hans Tiefenbach u.a. mit einer Rosa Luxemburg-Briefabschrift (mir ist noch unbekannt, ob es diesen Text noch im Originalen gibt bzw. ob er in irgendwelchen Archiven existiert), Briefe von deutschen Auswanderern aus dem 19. Jahrhundert, Briefe aus den Kriegen 1866 und 1870/71, weitere Tagebücher aus dem Krieg 1870/71, viele Briefe zur Revolution 1848, allgemein sehr viele private Briefe und Tagebücher, oft aus der Zeit des 2. Weltkriegs usw. usw. Seit diesem Jahr hat www.geschriebene-geschichte.de einen eigenen YouTube-Kanal. Dort habe ich mit den eingesprochenen Brief/Tagebuchtexten (die ich ursprünglich als Hörbuch veröffentlichten wollten, jedoch würde das noch lange dauern, bis ich dazu komme) kleine Videos geschnitten, die das Gesprochene veranschaulichen. Außerdem habe ich mit Theodor Schmidt aus Berlin (www.theo-liest.de) eine Staffel mit YouTube-Videos produziert. In diesen Videos berichten wir über unsere Archive, über alte Handschriften und welche spannenden Begebenheiten es in diesem Zusammenhang gibt. Sobald wir uns mal wieder sehen und wir Zeit und Lust haben, gibt es weitere Videos.

Der Handel mit alten Handschriften und Dokumenten läuft sehr gut und darauf konzentriere ich mich am meisten (zusammen mit den in den beiden kommenden Absätzen genannten Projekten). Dabei hat sich ergeben, dass ich anders verkaufe als viele andere, ich konzentriere mich bei den Dokumenten auf die Orte und Namen in der Produktbeschreibung, damit es interessierte Heimat- und Familienforscher finden und erwerben können. Also von der Grundidee das, was ich mit meinem Handschriftenarchiv vor habe. Nur dass man direkt die Originalen Dokumente kaufen kann, die für mein eigeens Archiv nicht so wichtig sind. Ich bin scheinbar wohl auch der einzige, der so ausgiebig mit Poesiealben handelt (inzwischen habe ich über 100 Stück im Angebot – insgesamt biete ich in meinem ebay-Shop inzwischen fast 1600 Artikel ). Ich tippe dann alle Autoren der Einträge ab, die Namen, Jahreszahlen usw. und sehr oft finden sich Interessierte, die gerne diese Poesiealben erwerben. Ähnlich verhält es sich mit Hochzeitszeitungen, Bierzeitungen, sonstige Festschriften, Familienstammbücher, Stammbäume, Lebensläufe usw. usw.

Weiterhin laufen meine Drehort-Führungen sehr sehr gut. Es gab auch wieder einige Presse/Rundfunk/Internet-Erwähnungen/Wiederholungen, einen TV-Auftritt Anfang des Jahres und einen wunderschönen Radiobericht Ende des Jahres, sodass die Anfrage ungebrochen ist. Das wird wohl auch so bleiben, ich hoffe nur, dass die Wartezeit für die Interessenten nicht immer größer wird. Das Schönste ist aber, die positiven Reaktionen der Teilnehmer mitzubekommen und zu erfahren, welche Freude man den Leuten damit macht. Mehr auf www.drehorte-muenchen.de

Ebenso stabil in meiner Top 3 der Projekte ist mein Digitalisierungs-Service (www.digitalisieren-muenchen.de), der in München weiterhin sehr gut läuft. Ich habe inzwischen versucht ihn auch im badischen Raum anzubieten, ein paar Aufträge gab es schon, aber nahezu alle Anfragen kommen weiterhin aus München, was mich neben den Führungen beruflich weiterhin fest an München bindet. Der Vorteil an diesem Projekt ist, dass ich Aufträge mit ins Büro bei der Familie nehmen kann.

Auf die restlichen Projekte gehe ich dieses Jahr nicht weiter ein, weil sie eine nur kleine Rolle spielen aktuell. Meine Hörspielprojekte liegen im Moment komplett brach. Mit Hatschipuh will ich recht bald weiter machen, www.punkrocknews.de liegt ebenfalls brach, www.tv-kult.com läuft auf Sparflamme weiter, jedoch tut sich da aktuell etwas, sodass es ggf. bald wieder voran geht. www.deutsche-filme.com ist noch ein Herzensprojekt, das ich auch weiterführe, sobald ich die Zeit dazu habe – zumal ich passende Dokumente und Nachlässe von Schauspielern und Filmleuten in meinem Archiv habe und diese wunderbar für das Projekt auswerten kann. Erst heute kam ein Tagebuch eines UFA-Kameramanns bei mir an, das sich ideal dafür eignet. Die Umstrukturierung meiner private Webseite muss auch auf sich warten. Die Pläne sind wie im vergangenen Jahr, jedoch ist bei einer Absicherung der Festplatte der Rohbau der neuen Seite verloren gegangen. Was nicht schlimm ist, weil sich der Rohbau auf eine alte Webseite stützte, ich muss nur neu überlegen wie ich übersichtlich alle Tätigkeiten und Projekte auf die Webseite setzen kann. Alles zu seiner Zeit.

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Ein durchweg erfolgreiches und schönes Jahr liegt hinter mir

Dezember 31, 2013

Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu und ich kann zufrieden darauf zurück blicken. Ich beginne in meiner diesjährigen Rückschau direkt mit den erfolgreichen Projekten.

Beginnen wir mit meinen Drehort-Führungen, die dieses Jahr so gut verliefen wie nie zuvor. Das hängt damit zusammen, dass ich wegen diesem Projekt gleich zwei Fernsehauftritte im Bayrischen Rundfunk hatte („Wir in Bayern“ und „LaVita“). Auch im Radio war ich wieder zu hören. Die Anfragen für die Führungen stiegen enorm an (und es war vorher schon viel los), sodass ich auf Monate hinweg ausgebucht war und im neuen Jahr wird das nicht anders werden. Mir machen die Führungen weiterhin sehr viel Spaß, auch wenn es manchmal fast etwas viel ist. Aber ich muss da einfach Grenzen setzen, um Familie und andere Projekte nicht zu vernachlässigen.

Das zweite Projekt, das sehr gut läuft und viel Freude bereitet ist meine Dienstleistung www.digitalisieren-muenchen.de – fast pausenlos habe ich Aufträge hier liegen und in München spricht es sich offenbar schnell herum, dass ich alte Bänder digitalisiere. Inzwischen habe ich meine Ausrüstung schon stark

Mein Lieblingsprojekt bleibt weiterhin mein Handschriftenarchiv, das ich auf www.geschriebene-geschichte.de im Netz präsentiere. Das wächst weiterhin an und bereitet große Freude. Die Besucherzahlen sind inzwischen deutlich angestiegen. Als Geschäftsmodell funktioniert das Projekt noch nicht so gut, dafür habe ich durch das Projekt eine neue Geschäftsidee entwickelt. In den zahlreichen Papiernachlässen befinden sich viele Dinge, die ich selbst nicht benötige wie Bücher, Broschüren, Ansichtskarten, Zigarettenschachteln usw. die ich über ebay und amazon verkaufe um so die Unkosten die das Archiv verursachen in gewissen Rahmen wieder auszugleichen. Dieses Weiterverkaufen macht mir auch sehr viel Spaß und das werde ich im neuen Jahr weiter forcieren. Aus dem vor einem Jahr 10.000 eingetragenen Briefen und Ansichtskarten/Postkarten sind inzwischen 15877 (stand jetzt) Eintragungen geworden. Nicht eingetragen liegen geschätzt 200.000 bis 300.000 Dokumente hier. Tagebücher sind es inzwischen auch schon ca. 400 Stück.

Im Kreativen Bereichen geht es dafür eher bescheiden voran. Ich habe in diesem Jahr zwar ein paar Audioaufnahmen für den zweiten Teil von „Der ewig währende Fluch des Ignaz Aschenbrenner“ (das Skript ist schon länger fertig) tätigen können, doch die Wichtigsten Aufnahmen fehlen noch. Die werde ich – soweit es die Zeit erlaubt – im kommenden Jahr aufzeichnen, damit ich diese Fortsetzung in den nächsten 1-2 Jahren noch veröffentlichen kann. Wobei das inzwischen keine Priorität mehr hat, einfach weil die Hörspiele kaum Einnahmen generieren und sich die Projekte aus wirtschaftlicher Sicht nicht lohnen. Da an den Hörspielen viel Herzblut hängt, werde ich das vorerst nicht aufgeben. Zumal die Reaktionen der Hörer allesamt gut bis sehr gut sind. Mehr Informationen zum Hörspiel gibt es auf http://www.ignaz-aschenbrenner.de

Im Rahmen dieser Aufzeichnungen habe ich den Sprechern auch einige Briefzitate aus meinem Handschriftenarchiv aufnehmen lassen. Hieraus werde ich bei Gelegenheit auch ein eigenes kleines Projekt entwickeln.

Auch die Neuauflage von Hatschipuh wird weiter vorangetrieben, auch wenn es ein langsameres Tempo angenommen hat. Die Reaktionen der Kunden sind aber allesamt gut und auch die Verkäufe sind ganz beachtlich, nur leider findet das hauptsächlich über amazon statt, sodass kaum Geld für mich als Produzenten übrig bleibt. Dieses Jahr habe ich endlich die 6. Folge von Hatschipuh veröffentlicht. Kommendes Jahr kommt dann noch die dazugehörige 7. Folge dazu. 2. Quartal 2014 oder 2015 werden dann Folge 8 und 9 dazu kommen, soweit es die Zeit und das Geld erlaubt. Um die Verkäufe direkt über mich anzukurbeln, haben wir eine Hatschipuh Heft-Reihe ins Leben gerufen. Das erste Heft ist bereits fertig und wird gratis dazugelegt, wenn man CDs direkt über www.hatschipuh.net bestellt.

Im Hörspielbereich tut sich noch etwas. Mein Punkrock-Hörspiel „Kein Halt in Freimann“, das ich 2009 heraus gebracht habe, wird im neuen Jahr erstmals auf MC veröffentlicht. Mehr dazu auf http://www.kein-halt-in-freimann.de

Das im letzten Jahr angekündigte Märchenbuch ist weiterhin in Arbeit. Ich sammle kräftig alte selbst geschriebene Märchen und Gedichte um dieses Projekt in den nächsten Jahren ggf. realisieren zu können. Hier gibt es aber weiterhin keinen Zeitdruck.

Das Online-Magazin www.tv-kult.com existiert auch weiterhin. Das vor langer Zeit geplante Relaunch ist nicht voran geschritten. Das Projekt wird trotzdem durch viele Leute noch am Leben gehalten und es bereitet weiterhin viel Spaß. Die Zahlen sind leider stark zurück gegangen, aber noch schaffe ich es, dass es kein Minusprojekt wird. Da ich es bereits (in leicht anderer Form) seit 2001 betreibe, werde ich das Projekt natürlich nicht so schnell aufgeben.

Mit www.punkrocknews.de schaut es ähnlich aus. Es läuft weiterhin, jedoch sind die zahlen nicht so gut. Auch die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter ist nicht so gut, was auch meine Motivation oft sinken lässt. Aber es ist ein schönes kompaktes Magazin, das Spaß bereitet und auch im nächsten Jahr weitergeführt wird.

Im letzten Jahr habe ich von der Neuauflage eines alten Herzensprojekt berichtet, nämlich von www.deutsche-filme.com – auch diese Seite wurde in diesem Jahr weiter gepflegt, wenn auch nur im geringen Maße. Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich daran auch weiter basteln. Das Gleiche gilt für weitere kleine Projekte von mir wie www.buehnenarchiv.de (seit 2012), www.deutsches-ausland.de (seit 2011 – von 2003 bis ca. 2005 unter deutsche-minderheiten.de im Netz), www.rosl-mayr.de (seit 2009), www.hansi-kraus.de (seit 2002) und www.napoleon-und-die-deutschen.de (seit 2013). Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

Im neuen Jahr warten auf privater Ebene neue schöne Herausforderungen auf mich. Deswegen ist es schwer zu sagen wie es mit den Projekten weiter geht. Konzentrieren muss ich mich natürlich auf die Projekte die Geld ins Haus bringen. Mal sehen wies wird. Ich freue mich drauf. Nicht ohne Sorgen und Ängste (nicht zuletzt aufgrund von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen), aber auch mit viel Mut und Zuversicht.